Tag 135

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So, es ist so weit, mein letzter Eintrag. Jetzt ist es vorbei. Es kommen vielleicht noch ein paar Nachwellen und so, aber ansonsten…Auspacken mach ich auch noch morgen, aber danach?

Danach bleiben die tollen Erinnerungen und die Möglichkeit jederZeit zurück zu kehren.

Gestern Abend haben wir uns noch lange und sehr schön unterhalten. Ich habe viel erzählt, sowohl von meinen Erlebnissen, als auch von meinen Plänen. Ich finde es immer schön dazu dann auch andere Meinungen und Denkanstöße zu hören.

Heute Nacht konnte ich erstmal nicht schlafen, da meine Nase zu war und mein Körper sich weigert mit offenem Mund zu schlafen. Ich habe mir dafür in den Hintern getreten, mein Nasenspray nicht in mein Handgepäck getan zu haben und habe ernsthaft überlegt um halb 2 Nachts raus in die Kälte zu gehen und im Kofferraum nach dem Spray zu suchen. War aber ich so weit bei Verstand, das zu lassen und ins Bad zu gehen und meine Nase improvisorisch zu spülen. Plan ist aufgegangen, danach konnte ich schlafen.

Das habe ich dann auch lange und ausgiebig getan, bis fast halb 10 am nächsten Morgen. Ich bin noch ein paar Minuten liegen geblieben, habe mich dann angezogen und bin runter gegangen.

Dort haben wir dann zusammen gefrühstückt und uns noch weiter unterhalten. Elly hat mir dann reichlich selbstgebackene Weihnachtskekse, zwei Schnitten und ein Glas ihrer köstlichen Marmelade mitgegeben. Danke!

Um 12 ging es dann los.

Noch im Schwarzwald hat sich mein Navi dann auch prompt verzettelt, hat mich irgendwie verloren und ein wenig rumgesponnen, bis ich es einmal aus und wieder an gemacht habe. Dann ging es.

Ich beim SIngen

Ich beim Singen

Die Fahrt sah so aus, dass ich erst wieder in die Schweiz und dann über die Autobahn bei Basel zurück nach Deutschland gefahren bin. Dort konnte ich wieder einige Baustellen genießen, manche inklusive Unfällen, die mächtige Staus hervorgerufen haben (etwa auf halber Strecke…seufz). Doch alles in allem habe ich die Fahrt genossen, endlich wieder schnell.

Das Wetter war nicht so der Knaller, hat immer wieder genieselt und war sehr grau. Irgendwann wurde es dann dunkel und ich konnte in den Staus eine besondere Art der Weihnachtsdeko beobachten…

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Während der Staus habe ich viel telefoniert. Mit meinem Freund, den meiner Schwester, meiner Schwester selbst und meinem Vater.

Ich habe einige kleine Pausen gemacht fürs Klo-gehen und Joghurt essen.

Bestimmt sehr effektiv

Bestimmt sehr effektiv

Meine letzte Rast war lustigerweise die gleiche letzte wie letztes Jahr bei meiner Unireise

Meine letzte Rast war lustigerweise die gleiche letzte wie letztes Jahr bei meiner Unireise

 

Zum Ende hin, als der letzte große Stau vorbei war wurde ich schon etwas ungeduldig. Doch das ging dann zum Glück sehr schnell und dann waren es schon nur noch drei Ausfahrten.

Ab da hat mein Herz dann ziemlich schnell geschlagen, ich war sehr aufgeregt. Gleichzeitig war es ein komisches und doch vertrautes Gefühl die Strecke von der Autobahn runter und dann durch meine Siedlung gefahren.

In meiner Straße angekommen, immer noch mit Herzrasen, musste ich dann bremsen, da meine Schwester vors Auto gelaufen ist.

Wir haben uns lange und innig umarmt, sie hat mir wirklich sehr gefehlt und wir beide haben festgestellt, dass es sich etwas so anfühlt, als wäre ich erst vor einem Wochenende gefahren.

Dann war mein geliebter Freund dran. In die Arme gesprungen, lange umarmt und geknuddelt und das erste mal wieder geküsst. Schön.

Der Freund meiner Schwester hat auch eine dicke Umarmung bekommen und dann sind wir erstmal rein gegangen und haben was gegessen und deutsches Fernsehn angemacht. Ach was eine Wohltat! Das magische war, dass der erste deutsche Werbespot, den ich hier wieder gesehen habe, der Rotkäppchenspot meines Vaters war.

Anschließend haben wir das Auto ausgeräumt, ich habe die Lebensmittel einsortiert, wir haben den Kram hochgepackt und ich habe Mitbringsel verteilt.

Danach haben wir uns ein wenig aufgeteilt, meine Schwester und ihr Freund in deren Zimmer, ich an meinen PC, Dustin im Wohnzimmer, um mich beim Schreiben nicht zu stören. Nicht ohne vorher meine Einwegkamera voll zu machen.

Ich genieße es wieder hier zu sein und einerseits fühlt es sich nicht so lange an, andererseits schon. Ich muss mich erst wieder hieran gewöhnen. An die Sprache, die Menschen, die Nähe, alles. Mein Zimmer kommt mir sogar etwas fremd vor. Aber gleichzeitig auch schön. Ich freue mich sehr auf die nächsten Tage und die neue zeit hier!

Ich bin noch etwas unschlüssig und aufgedreht was meine Gefühle angeht. Ein bisschen fehlt mir Italien (ich hab mir direkt mal einen Caffe mit der neuen Maschine gemacht). Dazu gab es lecker Kuchen, den meine Schwester für mich sogar selbst gebacken hat!

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Doch ich freue mich auf meine Freunde, auf den Rest meiner Familie und die neue alte Nähe. Verwirrend!

Aber an dieser Stelle möchte ich euch allen Danken, Ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen, ich meine ja, ich habe die meiste Arbeit getan, aber hättet ihr alle mich nicht zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin, dann wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen nach Italien zu gehen und hätte das alles nie erlebt. Ich freue mich drauf den Teil von euch, den ich wirklich kenne auch wieder zu haben und hoffe, dass es euch gefallen hat meinen Blog zu verfolgen.

Meine Eltern sind grade nach Hause gekommen und wir hatten schon den ersten kleinen Familienkonflikt über den Kühlschrank. Auch sie haben ihre Geschenke bekommen und haben sich glaube ich auch gefreut.

Ich werde jetzt noch (warm) duschen und dann in meinem kleinen Bett schlafen gehen.

Song des Tages: All you need is Love (Lynden David Hall)

Song der gesamten Zeit: Wild Horses (The Rolling Stones) (einfach für jede meiner Stimmungen…Trauer, Nachdenklichkeit, Stolz, Freiheit…hat immer gepasst.)

Ich habe euch lieb.

Karlotta

Tag 134

-1

So Leute, vorletzter Tag. Am besten nicht so viel drüber nachdenken…

Heute Nacht bin ich nicht leicht eingeschlafen, ich war schon etwas aufgeregt und ein wenig nervös.

In der Nacht habe ich dann recht fest geschlafen und irgendwas geträumt, was noch unmittelbar nach dem Aufwachen da war, ich dann aber wieder vergessen habe, als mir klar geworden ist, was jetzt ist. Heute geht es los. Ich bin aufgestanden (halb sechs) und habe mir einen Caffe gemacht, ganz schnell getrunken…

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…mich dann angezogen und die letzten Sachen zusammengepackt, die ich dann tatsächlichn irgendwie ins Auto gequetscht habe, so dass alles festgeklemmt war. Unglaublich. Mehr ginge wirklich nicht.

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Dannw ar es aber schon halb sieben und nicht wie geplant sechs, als ich losgekommen bin. Vorher hat Simo mir noch einen Caffe gekocht und ich habe mich von den dreien, die alle im Bademantel extzra für mich aufgestanden sind, verabschiedet, bin dann raus, habe mich in mein Auto gesetzt und bin losgefahren.

 

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Dann kamen die ersten Tränchen, aber noch nicht wirklich. Es war eher ein Frosch im Hals. 100 mEter weiter musste ich erstmal anhalten und doch schon ein wenig Eis kratzen – anschließend ging es dann aber richtig los.

Ich bin durch Greve und dann auf die Autobahn gefahren. Und das den ganzen Tag lang. Ich habe mich nicht verfahren und ich kam auch in keinen Stau. Außerdem war eigentlich gutes Autofahrwetter, kein Regen oder Schnee, aber blauer Himmel.

Die erste Pause habe ich so um neun gemacht an einer italienischen Raststätte, an der ich dann auch erstmal getankt habe. Das war so auf der Höhe von Modena. Ich habe einen Caffe getrunken, die ersten Nachrichten geschrieben und im Auto ein Toast mit ÜEi und etwas OSaft gefrühstückt.

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Heute hatte ich den ganzen Tag eigentlich nicht wirklich Hunger…

Anschließend bin ich weiter gefahren und auch um Milano rum ging alles glatt. So reibungslos, dass ich schon dachte ich wäre auf der falschen Autobahn. An der italienischen Grenze zur Schweiz kamen dann wirklich die Tränen. Mein schlaues Navi hat es auch nicht besser gemacht mit ihrer tollen deutschen grammatik mich drei Mal daran zu erinnern…:“Sie verlassen jetzt die Italien und kommen auf die Schweiz“ Ja, danke, ich weiß, dass ich jetzt hier rausfahre. Und so schnell nicht wieder komme.

Kurz hinter der Grenze habe ich dann eine zweite Pinkelpause eingelegt, ein paar Dehnübungen gemacht und bin dann weiter gefahren.

Ich beim Fahren

Ich beim Fahren

Nach etwa der Hälfte der Schweiz lag da auif einmal Schnee. Nicht wirklich viel und auch nicht auf den Straßen selbst, aber auf allem drum herum.

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Dort habe ich dann nochmal getankt und bin dann bis kurz vor die A4 weitergefahren, wo ich ein BurgerKing gefunden habe und direkt mal ein paar Franken losgeworden bin, die eine freundin mir noch gegeben hatte, da sie selbst die nicht mehr braauchen konnte. Leider musste ich dafür auch einen Euroschein anbrechen, habe mir deshalb danach noch einen Caffe geholt, um das Frankenwechselgeld los zu werden. Da war ich schon in der deutschsprachigen Schweiz – habe ich an der Kassierein ausprobiert – und es war auch schon seltsam die deutschsprachigen Plakate wieder zu lesen. Es ist noch ein wenig stockend, es stimtm schon, die deutsche Sprache ist schon grob und hackig für ungeübte Augen oder für welche die Werbung lange in weicherer Sprache gelesen habe. Aber mal ehrlich, was hört sich lekcerer an? Salsiccia (Salsitschia) oder Wurst? WURRRRSSST! Ne, die italienische Sprache an sich hört sich schon einfach schmackhafter an. Fühlt sich auch im Mund etwas angenehmer an, muss ich sagen.

Ich beim Apfelschnur essen

Ich beim Apfelschnur essen

Aber gut.

Weiter gefahren, die letzetn einandhalb Stunden waren dann schon nochmal hart. Der Kopf fühlt sich immer drückender an, die Nase läuft (kleinen Autoschnupfen vom drin sitzen hab ich jetzt) und irgendwann braucht man nach der ganzen Musik ein wenig Ruhe.

Ich habe die Fahrt über fast durchgehend tolle und laut Musik gehört, das hat auch mal wieder gut getan. In der Schweiz war das fahren (mal abgesehen von der Geschwindigkeit) sogar noch besser, der Himmel war blau, die Berge weißbepudert und die Seen klar, genauso wie die Luft.

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Alles in allem gab es auch keinen Stau, nur kleine Verzögerungen durch Baumfällaktionen oder Feierabendverkehr auf den letzten Kilometern, die nicht mehr auf der Autobahn waren. Nachdem ich also an Pfäffikon, Küssnacht, Bad-Säckingen und dem Titisee vorbei gefahren bin, tauchten die ersten Richtuingsschilder mit der Aufschrift Deutschland auf. Es war soweit. Über die Brücke und dann war ich wieder auf deutschem Boden. Die Bäckereien heißen wieder Bäcker und nicht Fornaio, Lidl nicht mehr Coop und sogar die Geschwindigkeitsbegrezungszahlen sehen anders aus, genauso wie unsere hübschen blauen, über alles geliebten udn logischen Autobahnschilder und die gelben Ortschaftshinweise.

Fast da

Fast da

Nach der Grenze hat es nicht merh lange gedauert und ich bindie kleine Waldstraße zu unseren Verwandten Harry und Elly hoch gefahren. Die haben mich ganz lieb empfangen udn wir haben uns schonmal über die neuesten Ereignisse ausgetauscht.

Ich bin dann kurz hochgegangen, habe die gewünschten Nachrichten und Anrufe erledigt, mich ein wenig fruisch gemacht und dann haben Elly und ich italienische Pizza gebacken. Also ganz dünn, nach Vickys Rezept. Natürlcih trotzdem anders, da es ein anderes Mehl und ein anderer Ofen war. Doch ich hatte extra ein bisschen Toskana in Form von der Trüffelpaste mitgebracht. Wir haben also gegessen, ihre Schwiegertochter mit den Enkeln ist noch vorbei gekommen und wir haben uns nett unterhalten.

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Jetzt schreibe ich an Harry PC, da es kein Wlan gibt und ich mein Handy auch nicht als Hotspot benutzen kann, da hier sowohl der normale, als auch der Interntempfang total schlecht ist und teilweise noch in den Schweizer Empfang fällt, was dann sehr teuer wäre. Die Bilder werde ich also Morgen Abend noch reinstellen. Dafür habe ich wieder deutsches Bier, wenn auch nur radler und aus dem Süden;) Aber köstlich!

Ich gehe jetzt gleich noch duschen und dann setzen wir uns noch ein wenig zusammen und reden. Ich bin aber schon recht alle, nach 10 Stunden unterwegs (etwa halb fünf hier angekommen) udn werde heute auch bald schlafen gehen und morgen etwas länger schlafen können.

Ich bin etwas nervös vor Morgen…wird es noch so sein wie früher? Wie anders wird es sein? Werde ich mich irgendwie groß neu beweisen oder eingewöhnen müssen? Muss ich ein klein wenig „Angst“ haben? Ich denke nicht, es ist mein geliebte Familie und meine ersehnten Freunde. Da ist diese Nervosität aber dennoch.

Also dann, bis Morgen und ich wünsche eine gute und erholsame Nacht!

Song des Tages: Homecoming (Kanye West feat. Chris Martin)

Tag 133

-2 (gestern -3 war doch richtig…)

Also erstmal der Hinweis: Ich habe unter den Beitrag von gestern noch ein paar Gedanken ergänzt und viele Fotos hinzugefügt, falls ihr neugierig seid.

Heute war ein sehr voller und langer aber guter letzter Tag, auch wenn es mir manchmal nicht wie das letzte Mal vorkam (letztes Mal hier frühstücken, letztes Mal in Florenz rum laufen…) Ich mein, wir reden ja immer nur von einem vorerst letzten Mal oder einem letzten Leben, während meiner Wohnzeit hier. Aber viel habe ich dan halt einfach normal gemacht, es hat sich normal angefühlt. Aber das ist ja auch das beste, wenn man sich so daran erinnert wie es normal war und jeden Tag.

Heute Morgen bin ich also aufgestanden, es war bei dem morgendlichem Blick aus dem Zimmer ein toller, hoher, hellblauer Himmel zu sehen. Ich habe im Bett gefrühstückt und dabei ein wenig gefröstelt, da meine Heizung wieder aus und es eiskalt war.

Sicht aus meinem Fenster

Sicht aus meinem Fenster

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Nach dem Frühstück habe ich mich mit dem Auto auf den Weg nach Greve gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass Frost auf den Feldern und Bergen lag. Das habe ich hier das erste Mal gesehen, sieht aber wunderschön aus, wie es glitzert.

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In Greve habe ich dann erstmal mein Auto vollgetankt und dabei ein paar Fotos gemacht und anschließend bei der Tankwärtin mit der Obelix-Zopf-Mütze bezahlt. Dann habe ich auf meinem üblichen Parkplatz geparkt und bin mit dem Bus nach Firenze gefahren. Dabei sind mir das erste Mal die Tränen gekommen.

Nur ein bisschen, aber dennoch, sie waren spürbar. Diese Landschaft, die Menschen, das Leben und überhaupt die Art hier in jeglicher Hinsicht, sei es die Art der Menschen, der Häuser, der Arbeit, der Vögel, der Busfahrer, der Straßensteine, der Lichtschalter und Türklinken, das alles ist mir ans Herz gewachsen. Noch mehr als vorher, als ich es ja schon kannte. Auf der Fahrt habe ich das heutige Lied des Tages gehört. Wie passend. Aber auf Zufall geschaltet.

In Flroenz bin ich dann mit einem Weinkarton voll Dolci von gestern ins Moyo gegangen (unserem Stammcafe) und habe dort Jana, Wally, Laura, Lauras nette und berlinernde Mutter und Mary getroffen. Wir haben eine Stunde nett geredet, genascht und Cappuccino getrunken. Und ich habe noch mehr Abschiedsgeschenke bekommen! Von Wally das Foto von uns und Simo mit dem Messer, als sie mich in Panzano besucht haben mit einem so lieben Text hinten drauf. Und von Laura auch ein ähnliches Foto von uns vieren, die sie auch beschrieben hat. Von ihr habe ich außerdem noch eine Tafel Schokolade mit dem Abbild von Florenz auf der Packung bekommen. Ich habe mich wirklich sehr über die Sachen gefreut!

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Dann musste ich aber los, um den Bus kriegen. Den Abschied haben wir möglichst kurz gehalten und Jana hat mich noch zum Bus gebracht, geeilt besser gesagt. Ich habe ihn noch bekommen und mich dann auf den Weg nach Greve gemacht. Wir haben uns alle versprochen uns besuchen zu gehen. Freiburg, Berlin, Bayern…Düsseldorf, Leipzig?

In Greve bin ich dann durch die verlassenen Straßen auf die verlassene Piazza gegangen und bin dort ein wenig geschlendert, bin nochmal zu Falorni rein den Duft einatmen und habe mir den kleinen GalloNero angeguckt, war aber nicht schnell genug im Entscheiden ob ich jetzt reingehe oder nicht. Dann hat das Geschäft zum Mittag zu gemacht…Bitte lass ihn nächstes Mal auch noch da sein!

x-mas Schaufenster des Spielzeugladens in Greve

x-mas Schaufenster des Spielzeugladens in Greve

Auf der Piazza kamen mir das zweite Mal fast die Tränen. Also schnell ins Autochen und nach Hause.

Dort habe ich unten kurz was gegessen und bin dann wieder in mein Zimmer und habe richtig angefangen zu packen. Seltsam, so richtig gepackt. Nach allem. Wäsche aus dem Schrank, Bilder von der Wand, Essen in die Beutel.

Dabei endlich gegessen: Meine Ü-Eier! Und was war drin?...

Dabei endlich gegessen: Meine Ü-Eier! Und was war drin?…

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Dabei habe ich die Stones gehört und war dann sogar noch im Hellen soweit die Sachen raus zu tragen. Ich habe jetzt drei Weinkisten hinter meinen Sitz geklemmt (zwei davon aus Holz, aber da ist auch nur in einer Wein drin) und eine in den Beifahrerfußraum bis ganz nach hinten geschoben. Dann sind zwei große Reisetaschen im Kofferraum, außerdem ein paar Bücher und Mappen und so Kram dazwischengequetscht. Kühlschrankkram für zu Hause ist auch schon drin (ist ja kalt genug), hinter dem Beifahrersitz. Morgen kommen dann noch eine große Lebensmittel bzw. Flaschentüte in den Beifahrerfußraum, sowie eine Schlafhandtasche. Meine große Handtasche wird auf den Beifahrersitz geschnallt und eine zwei kleine Lebensmitteltüten und mein Mantel werden auch noch irgendwie reimgequetscht. Ja….jetzt staunt ihr was? Ich werde noch Fotos für Euch machen.

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Nachdem ich damit fertig war, wollte ich meine große Handtasche packen, musste aber feststellen, dass sie von der leicht auslaufenden Heizung völlig durchnässt war. Irgendetwas musste ja noch passieren…Zum Glück war nichts drin. Also Föhn geholt und meinen vorerst letzten Sonnenuntergang im Bad beim Tasche-föhnen verbracht, die daraufhin irgendwie anfing nach Käse zu stinken…jetzt nicht mehr, aber vielleicht war es auch nur der Föhn.

Dann habe ich noch was aufgeräumt und habe mich dann auf den Weg zu Monia gemacht.

Dort haben wir uns gemeinsam den Wetterbericht für Morgen angeschaut, ich habe ihr die Schlüssel gegeben und dann haben wir uns verabschiedet. Auch das war kurz und schmerzlos, auch für die Mädchen, die das glaub ich garnicht richtig wahrgenommen haben.

Wieder zu Hause habe ich meine getrocknete Tasche schonmal etwas gepackt und habe meinen Blogeintrag von gestern ergänzt.

Nach ein paar Minuten der Stille und des Wartens, ist Iole nochmal kurz vorbei gekommen und hat mir was für meine Eltern mitgegeben. Kurz darauf haben G, J. und ich dann in der Kälte auf einen Freund gewartet und sind dann zusammen in das Restaurant Panzanelle gefahren. G und ich in meinem Auto.

Wir waren eine kleine Runde, acht Leute. Liam plus Freunde und wir vier eben. Es war lecker, doch ich hatte nicht so viel Appetit. Ich bin schon ein wenig nervös. Nicht weil ich denke die Fahrt nicht zu schaffen, aber einfach weil ich wieder in Deutschland sein werde, und ich befürchte, dass es mir erstmal vorkommen wird wie in einem fremden Land. Alles Deutsch eben. Außerdem werde ich mich wieder in einem neuen Leben behaupten müssen, auch wenn treue, vertraute, geliebte und liebende Leute dabei sind. Und ein wenig Reisefieber natürlich. Und dann dieses Gefühl, dieses Picksen im Bauch, wenn einem wieder einfällt, dass es Morgen, MORGEN los geht. Hatte ich bisher so genau noch nie. Ein bisschen wie vor Weihnachten oder einem Geburtstag oder einer Abiprüfung oder einer Reise. Von allem etwas. SO als hätte man nie wirklich gedacht, dass dieses Ereignis, auf das man lange gewartet hat, jemals eintreten würde. Endlich kann ich Achilles verstehen, dass es ihm wichtig war, dass er etwas hinterlässt und sich die Leute an ihn erinnern, auch wenn er nicht mehr da ist. Ich hoffe auch hier einen Eindruck hinterlassen zu haben und schöne Erinnerungen, obwohl es bei mir ja nicht um einen Krieg, sonder lediglich um Düsseldorf geht.

Genug lamentiert. Was ich gegessen habe? Pappardelle sul Cinghiale. Also Nudeln mit Wildschwein-Ragu. Köstlich! Und ich habe langsam und bedächtig gegessen, noch langsamer als sonst, noch genießender. Getrunken habe ich Wasser und ein halbes kleines Gläschen Rotwein (für die Nerven;))

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Zum Nachtisch gab es lecker warmen und weichen Schokokuchen und einen Caffe, ausnahmsweise Koffeinfrei (sicherheitshalber).

Dann habe ich mich nochmal von den Leuten verabschiedet, von denen ich gestern schon dacht mich verabschiedet zu haben.

Daraufhin gings schnell nach Hause. G. hat mich noch kurz mit runter gebeten, Simo war noch wach und sie haben mir ein Abschiedsgeschenk überreicht. Das beste und passendste und schönste! Eine Caffemaschine für Mokka! Meine ganz eigene! Mit einem Päckchen Caffe, einen lieben Brief und von Simo ihr Rezept für mein Lieblingsessen, Pasta al Ragú.

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Als ich oben in meinem Zimmer dann allein war, nachdem ich mit Giulia kurz abgesprochen habe, was mit den Resten in meinem Zimmer geschieht (Spülmittel, Caffe etc.), kamen mir wieder fast die Tränen. Seltsamerweise immer nur wenn ich alleine bin.

Ich war ganz schnell duschen, habe mir die Füßnägel lackiert (wie Papas Rasenmähen), die inzwischen trocken sind, wollte hier ganz schnell schreiben und jetzt ist schon wieder so spät!

Gute Nacht, aus Panzano, das vorerst letzte Mal.

Song des Tages: All good Things (Come to an end) (Nelly Furtado)

Tag 132

-3 (?)….ne -4

Ich bin ziemlich müde und geschafft, deswegen bitte ich um Verzeihung, da hier vermutlich viele Fehlerchen drin sein wenden-….kann sein, dass ich die Bilder dann einfach Morgen rein stelle.

Also, heute Morgen habe ich verschlafen und bin deshalb um neun, anstatt um acht aufgewacht. Ich habe schnell gefrühstückt und bin dann runter gegangen, um den Käse Kuchen für heute Nachmittag noch zu machen. Der ist mein einer Karamellsauce, die beim ersten mal komplett schief gegangen ist, und die Simo beim zweiten Mal so grade noch retten konnte. Dann haben G. und ich noch die Cupcakes fertig gemacht und danach bin ich in mein Zimmer gegangen.

Dort habe ich an dem Text für Mo nia weiter gearbeitet, bis es Pranzo gab. 20 Minuten gegessen und bis drei weiter gearbeitet.

Anschließend haben wir zu dritt, Simo Giulie und ich, den Frühstücksraum für meine Abschiedsparty vorbereitet. Aufgeräumt, umgeräumt, dekoriert, aufgestellt, gedeckt.

Um halb fünf habe ich mich schnell ein bisschen aufgehübscht und habe dann pünktlich vor fünf noch die letzetn Sachen auf den Tisch gestellt und die Kerzen angezündet.

Dann haben wir gewartet.

Die ersten Gäste kamen um fünf. Dafür waren aber auch alle da, sogar die Männer von Monia und Vicky und alle Kinder.

Hier ein paar Fotos des Abends, da habe ich nämlich fast jeden vor die Linse gebracht.

vorher

vorher

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nachher

Gesschenke!!!

Gesschenke!!!

 

Es war sehr schön, auch wenn es etwas klein und wirklich etwas Kaffekränzchenmäßig war. Ich habe sowohl von Monia, als auch von Vicky eine Magnumflasche mit einem leiben Text bekommen und Natalia hat mir einen Schal geschenkt.

So gegen 7 sind dann alle gegangen und wir haben ein wenig aufgeräumt. Dann habe ich ein wenig Dolci zusammengepackt und bin zu iole gefahren, um mich zu verabschieden und ihr ein paar Dolci vorbei zu bringen.

Der Himmel an dem Abend...seufz. Dieses November Licht ist nochmal ganz anders als das im Sommer.

Der Himmel an dem Abend…seufz. Dieses November Licht ist nochmal ganz anders als das im Sommer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war noch sehr nett, wir haben viel italienisch geredet und dann bin ich gefahren.

Zu Hause habe ich Monias Text zu Ende gemacht und anschließend sind Jadava, Giulie und Ich in die Bar gegangen. Auch hier für mich wahrscheinlich das letzet Mal…

Ach ja, ich habe Jadava übrigens sein Geschenk gegeben. Er scheint sich über den Haufen deutscher Schokolade gefreut zu haben.

In der Bar haben wir Liam wieder getroffen, den Freund aus Kanada, der vor etwa drei Monaten Panzano verlassen hat

 

 

 

 

und jetzt noch mal für zwei Wochen hier hergekommen ist mit ein paar Freunden. Das heißt, er ist jetzt sogar länger da als ich…

In der Bar haben wir noch ein paar Freunde getroffen und ein wenig zusammen angestoßen. Wir hatten zu feiern, dass er wieder hier ist und ich bald weg.

Anschließend sind wir nach Hause gelaufen und jetzt schreibe ich schnell zu Ende, da wir uns danach noch in einem der Zimmer hier treffen, um den Abend ausklingen zu lassen.

Also dann, Morgen ist mein letzter Tag.

Nachti!

Song des Tages: Hänschen Klein (Mama) (hatte gestern Nacht einen Ohrwurm davon, beim Einschlafen)

 

Ergänzungen, die ich am nächsten Tag schreibe:

Zu Liam: Es ist seltsam, dass er wieder da ist, da ich mich damals eigentlich mit dem Gedanken von ihm verabschiedet habe, ihn nie wieder zu sehen. Oder erst sehr viel später.

Jetzt hat sich aber auch etwas geändert. Ich kann jetzt besser italienisch und ich musste mich im Laufe des Abends mehrmals daran erinnern, dass ich mich mit seinen Freunden nicht auf italienisch unterhalten kann, da sie davon kein Wort verstehen.

Besagte Freunde von Liam waren auch sehr nett und wir haben uns gut verstanden und das ist auch so eine seltsame Sache…. Mit jemandem einen netten Abend haben und beim Abschied denken, dass das jetzt das erste, aber auch letzte Mal war.

Versteht mich nicht falsch, ich rede in letzter Zeit so oft von einem letzten Mal. Das klingt immer so negativ, das ist es aber nicht. Klar, etwas wehmütig, aber hauptsächlich nachdenklich. Ich drehe den Gedanken an diese Sache dann immer in meinem Kopf hin und her und versuche das genau zu speichern. Das lernt man in einer so langen Zeit mit so vielen Erfahrungen von denen man weiß, dass sie nur ein oder ein paar malig sind auch sehr schnell. Erinnerungen sind das was bleibt, und die kann einem keiner weg nehmen. Nie. Deswegen war es mir auch so wichtig hier jeden tag zu schreiben, damit ich das immer habe und auch nochmal genau über den Tag nachdenken kann.

Zum Schluss: Wir sind übrigens nicht mehr in ein Zimmer gegangen, da Giulia sofort eingeschlafen ist, Liam ist dann nach Hause und ich ins Bett.

Tag 131

-4

So. Der erste der letzten fünf Einträge. Dann ist es vorbei. Seltsamen Gefühl. Die letzten Tage gehen noch schneller vorbei und es fühlt sich irgendwie immer unwirklicher an.

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Heute Morgen bin ich noch vor acht aufgestanden, habe gefrühstückt und dann weiter an dem Text für Monia gearbeitet, bis ich damit fertig war.

improvisierter Bettschreibtisch

improvisierter Bettschreibtisch

Dann war es auch schon halb elf und ich bin zu Monia rüber gegangen, da ich mit ihr für die Textbesprechung verabredet war. Die beiden Mädchen waren auch da und haben sich gefreut mich zu sehen. Beide haben mir ein Buch gebastelt und die Große hat mich sogar gemalt und was reingeschrieben, was glaub ich sowas heißen soll wie „Ich hab dich ganz doll lieb“. Monia hatte mir schon erzählt, dass sie schon Tränen in den Augen hatte, als Monia ihr erklärte, dass ich bald lange Zeit nicht wieder komme. Die Kleine versteht das noch nicht, für sie ist jetzt und bald das gleiche. Giorgio versteht es aber schon.

Nach der Textbesprechung habe ich dann dort meine Geschenke verteilt und sowohl Monia, als auch Marta und besonders die Kinder haben sich über ihre Geschenke gefreut. Monia habe ich ein Foto von uns beiden geschenkt mit einem Text hinten drauf, Marta deutsche Schokolade (weil wir immer über unsere Schoko-Sucht geredet haben) und den Kindern einen großen Rahmen mit sowohl einem Bild von uns dreien, als auch dem Text von „Hoppa Hoppa Reiter“ daneben. Das war das Lied, was ich in den letzten Monaten bestimmt 1468 für sie singen musste, da sie es so liebten. Sie versuchen auch schon mitzusingen. Doch mehr als „Hoppa Reiter“ und „Plumps“ bekommen sie nicht hin.

Anschließend bin ich kurz nach Hause und dann zum Markt gegangen,vorerst das letzte Mal. Dort habe ich mir dann noch für kleines Geld Harrspängchen und einen gemütlichen Pulli gekauft.

Wieder zu Hause habe ich mich an weitere Texte von Monia gesetzt. Ich hatte Wochenlang nichts zu tun….und zum Ende kommt es knüppeldick. Aber gut, dann langweile ich mich wenigstens nicht.

Irgendwann war dann Pranzo Zeit und ich habe mit Raffa und Giulia vorerst das letzte Mal das Pollo von dem tollen Marktstand gegessen. So viele vorerste letzte Male…

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Es war lecker udn heute auch nicht so viel, weswegen es dazu noch Spaghetti al Ragu Bianco gab.

Nach dem Pranzo habe ich kurz weiter gearbeitet und dann habe ich mit der Back-Orgie für Morgen für meine Abschiedseinladung begonnen, nicht bevor Giulia und ich nicht noch eben die fehlende Butter gekauft haben. Eigentlich hatte der kleine Laden nebenan heute zu, doch sie wohnen da direkt und wenn man anruft, kann man da auch kurz so vorbei schauen. Sowas gibts in Düsseldorf nicht.

Heute war nochmal richtig schön die Sonne draußen. Es war zwar kalt, aber dafür tolles Licht richtig schönes November-Feeling. Doch irgendwie irritiert mich das immer noch. Ich war bisher nur in der Hitze hier und die gleichen Sachen zu sehen, zu riechen und zu fühlen, ohne dass es warm sondern trocken-kalt ist, ist sehr komisch.

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Heute haben wir eine Torta Chioccolata, zwei Sorten Cupcakes und Cakepops gemacht. Morgen gehts noch ein wenig weiter und in die Vollendung, bevor nachmittags dann die Gäste kommen.

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Wie haben toll zusammengearbeitet, wie in einer kleinen Backwerkstatt.

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Als wir damit durch waren, bin ich hoch gegangen und habe nochmal kurz mit meinem Vater geskypt, um noch letzte Details für die Fahrt zu besprechen. Anschließend habe ich versucht mit meinem Freund zu skypen, doch da hat sich Skype quer gestellt.

Dafür bin ich dann runter gegangen und habe meine letzten Geschenke abgegeben. Simo und Giulia haben sich sehr gefreut, auch wenn sie sich ein wenig beschwert haben, dass ich dass nicht hätte machen müssen. Aber ich wollte ja. Raffas und Jadavas Geschenke sind noch umausgepackt, da Raffa geschlafen hat und J. nicht da war.

Zum Abendessen gab es Bohnen und Hähnchen und Salat. Zum Nachtisch Caffe. Angenehm.

Irgendwann danach bin ich dann hochgegangen und habe etwas mit meinem Freund geskypt, auch wenn es immer noch nicht ganz funktioniert hat und ich ihn nicht sehen konnte. Aber gut, das brauchen wir ja aber auch nicht mehr lange.

Jetzt will ich schnell duschen und schlafen.

Nachti!

Fisico & Politico (Fabri Fibra) (ich hoffe das hatte ich noch nicht…)

PS: Nebenan schnarcht jemand…

Tag 130

-5

Heute hatte ich eigentlich einen Plan. Der fing damit an, dass ich um 10 Uhr aufstehe.

Da ist der Plan dran gescheitert. Ich war nämlich so schläfrig, dass ich den Wecker mehr oder weniger unbewusst überhört habe und schließlich erst um 11 Uhr aufgestanden bin. Dann habe ich aber recht zügig gefrühstückt, da ich mich dann direkt fertig machen wollte, doch auch dieser Plan wurde durchkreuzt. Diesmal von meiner kleinen Schwester, die dann spontan mit mir geskypt hat.

Letztendlich konnte ich meinen Plan dann doch in die Tat umsetzen und habe mich mit PC und dem Text von Monia in den Frühstücksraum gesetzt und habe 2 Stunden lang daran gearbeitet. Manche Passagen waren echt knifflig und man sollte die Zeit, die man dafür braucht nicht unterschätzen. Ich bin schließlich nicht ganz fertig geworden und werde das Morgen früh machen, bevor ich um halb 11 mit Monia verabredet bin, um ein paar Sachen zu besprechen, die einfach technische Details betreffen.

Als ich damit durch war, habe ich mich fertig gemacht und ein paar Sachen für meinen Abendausflug zusammen gepackt.

Dann habe ich nämlich den Bus um halb 4 genommen und habe mich dann mit Wally in Florenz verabredet. Dort sind wir dann mit dem Bus im Dunkeln hoch zur Piazzale Michelangelo gefahren. Der Ort mit der schönsten Aussicht auf Florenz, auch bei Nacht gut besucht. Dort hatte ich nochmal einen wirklich schönen und entspannt unstressigen letzten Abend in meinem geliebten Florenz.

Wir haben natürlich viele Fotos und auch ein wenig Quatsch gemacht. Außerdem konnten wir ein wenig guten Wein genießen, denn Vicky hatte mir die Tage noch ein wenig Reste mitgegeben.

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Bevor wir dann wieder über die Treppe zum Arno runtergegangen sind, haben wir uns noch dort verewigt, wie es schon tausende vor uns getan haben. Ich weiß, einige von Euch werden mich vielleicht dafür rügen, doch der Moment war einfach der Richtige dafür.

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Genauso wie auf der Brücke danach, auf der ich dann mein eigenes kleines, ganz persönliches Zeichen hinterlassen habe, was vielleicht nur meine Familie oder nur mein Vater erkennen wird. Es ist auch wirklich winzig und ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das lange halten wird. Doch ich wollte etwas von mir in Florenz lassen, so wie es auch mir viel gegeben hat.

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Wir sind dann noch ein wenig rum geschlendert, waren auf der Ponte Vecchio mit ihren tausenden Schmuckläden und ich habe sogar in einem Geschäft den kleinen Gallo Nero gesehen, den ich für mein Italien-Armband eigentlich gerne haben möchte. Doch er kostet genauso wie in Greve fast 30 Euro, deswegen habe ich ihn (noch) nicht gekauft.

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IMG_8476Irgendwann nach noch ein wenig Shopping für Wally haben wir uns dann in ein Mecces gesetzt und ein wenig gesnackt. Ich hatte nur ein Hamburgerlein udn ein McFlurry und ich werde den Eindruck nicht los, dass die Meccesse hier günstiger sind, als die in Düsseldorf. Ein Hamburger kostet zum Beispiel nur 90 cent, soweit ich das richtig mitbekommen habe.

Um viertel nach acht habe ich dann meinen letzten Bus nach Hause genommen und habe in meinem Zimmer meine Lieblingsplaylist angemacht und noch zwei Toasts mit dem letzten bisschen Leberwurst und einem wunderschön herbem, passendem Bier genossen. Ich freue mich trotzdem riesig auf das Düsseldorfer Bier.

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Ich habe dann bis jetzt noch Pediküre gemacht und dann schweren Herzens schonmal angefangen ein paar Sachen in meinem Zimmer zu sortieren, zusammen zu räumen und zu packen. Jetzt ist es schon um einiges kahler, und das macht ich irgendwie traurig, doch lässt auch langsam eine Aufbruchstimmung aufkommen. Außerdem fühle ich mich jetzt noch ein wenig besser vorbereitet, da ich in den nächsten Tagen noch wirklich viel vor habe und dann nicht gestresst noch alles schnell packen will. Jetzt ist zumindest ein erster Teil, eine erste Ordnung und ein erster Plan darein gekommen. Wünscht mir Glück, dass ich das alles ins Auto kriege!!!

Vorher

Vorher

Nachher

Nachher

Dabei auch wieder in den Händen gehalten: Der Schnipsel des Pizza-kartons an meinem letzten Abend vor der Abfahrt zu Hause in Düsseldorf.

Dabei auch wieder in den Händen gehalten: Der Schnipsel des Pizza-kartons an meinem letzten Abend vor der Abfahrt zu Hause in Düsseldorf.

Dann war ich grade duschen und staune jetzt darüber, wie unhöflich Leute sein können, dass sie um fast halb zwei Nachts in ihr Hotel zurück kommen und im Flur erstmal unheimlich laut redend stehen bleiben, sogar die Rezeptionsklingel betätigen und jetzt in ihren Zimmern auch nicht viel leiser sind. Naja… Ist ja nicht mehr lange nh?

Jetzt werde ich gleich schlafen, auch wenn ich noch etwas aufgedreht bin. Habe morgen nämlich viel vor!

Nachti!

Song des Tages: Royals (Lorde)

Tag 129

-6

Heute Morgen bin ich schon müde aufgewacht, Kein Kopfschmerz-müde, eher so ein gemütlich-müde.

Nicht desto trotz musste ich aber raus in die Kälte und an meinem letzten Schultag auch noch zum Bus rennen. In dem habe ich dann aber wiederum ganz gut geschlafen und bin dann etwa 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn angekommen.

Dort hat mich Wally dann überrascht. Sie hat mir nämlich einen super leckeren matschigen Schokoladen-Abschiedskuchen gebacken! Und dabei bin ich noch auf dem Weg zur Schule vor Kuchenvitrinen stehen geblieben und habe mir vorgestellt wie es wäre, jetzt einen Schokokuchen essen zu können.

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Von Jana habe ich auch ein kleines Abschiedsgeschenk bekommen. Einen kleinen Plastikpokal. Anspielung auf unseren lustigen Abend, als wir die Harry Potter-Verarsche geguckt haben.

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Wir haben dann mit dem Unterricht angefangen und nach einer Stunde dann angefangen zu frühstücken. Unser Frühstück bestand also hauptsächlich aus Kuchen und aus Nutella-Brötchen oder Brot mit Schinken. Dazu gab es Gummibärchen, etwas Obst und Osaft. Es war sehr schön und als ich mich dann von meiner Lehrerin, der netten Schulsekretärin und den Mädels verabschiedet habe, die ich nicht am Dienstag noch mal sehe, kam wieder dieses traurige Schluss-Endlich-Gefühl auf, was auf seine Weise auch schön ist. Man hat sich das so oft vorgestellt, und jetzt ist es auf einmal da. Ein bisschen wie mit dem Abi (nur nicht so stark) oder wie an einer Hochzeit, könnte ich mir vorstellen.

Nach der Schule bin ich mit dem Rest Kuchen nach Hause gefahren, habe mich damit ins Bett gesetzt, kurz gelesen und dann 20 Minuten geschlafen. Anschließend bin ich nämlich wieder zu Monia ins Büro gegangen und habe mit Antonella (Monias Mitarbeiterin) den Infotext angeschaut und die Sachen geklärt, die ich im Italienischen nicht ganz verstanden habe, damit ich den Morgen übersetzen kann. Da ist noch eine Mail hinzu gekommen, de ich auf Deutsch übersetzen soll. Viel zu Arbeiten Morgen Vormittag und am liebsten würde ich damit fertig werden.

halb fünf in Panzano

halb fünf in Panzano

Danach habe ich Giulia mit dem B&B ein wenig geholfen und dann haben wir Tee getrunken, den Rest Kuchen gegessen und Karten gespielt. Sie hat mir ein italienisches Spiel bei gebracht, was ich jetzt schon wieder fast vergessen habe…

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So gegen halb sechs bin ich dann losgefahren, habe kurz beim Coop halt gemacht, da ich gestern noch was vergessen hatte, und bin dann zu Iole und Andrea gefahren. Carlo war nicht da, nur der ältere und dafür Andreas Vater, der ein sehr lustiger, angenehmer und unkomplizierter älterer Herr ist, der sogar ein wenig Deutsch spricht und mit dem Genitiv richtig umzugehen weiß.

Wir haben Ribolla gegessen und Brot mit dem ganz frischen Öl des Weingutes, noch sehr grasig. Dazu gab es Salat mit ein wenig Fleisch. Das hat mal wieder gut getan!!!

Zum Nachtisch gab es Obst (hab ich hier auch noch nie erlebt) und dann ein klein wenig Schokolade, dazu Cognac aus Champagner.

Bei der Gelegenheit habe ich (kleiner Raupe Nimmersatt, alias das Weihnachtsmännchen) mein zweites Geschenk abgeliefert. Iole hat sich sehr über die Karte gefreut und sich ganz lieb bedankt und dann haben sie sich sogar spaßeshalber ein bisschen darum gekebbelt, wer die deutschen Weihnachtsüßigkeiten zuerst essen darf. Also auch hier: Mission geglückt!

Danach saßen wir noch ein wenig auf den Sofas, Iole und der Opa mit PC, Andrea und ich mit jeweils einem Kaninchen auf dem Bauch und Giorgio mit dem iPad.

Als ich dann recht müde wurde, bin ich nach Hause gefahren, nicht ohne mich vorher lieb zu verabschieden, da noch nicht ganz sicher ist, ob sie Montag zu meiner Cupcake-Party kommen können.

Zu Hause hab ich dann ein Lied angemacht und hatte so ein Tanzgefühl, dass ich das ganze Lied durch durch mein Zimmer getanzt bin. Anschließend habe ich mich im Bad bettfertig gemacht und darf jetzt bemerken, wie meine Augenlieder immer schwerer werden, sodass ich gleich schlafen werde. Im Moment trinke ich noch ein Gläschen Rest Riserva, den Vicky mir gestern mitgegeben hat. Das verstärkt die Wirkung noch.

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Also dann, gute Nacht!

Song des Tages: Der letzte Tag (Peter Fox)